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Klein-Breitenbach ist eine Ansiedlung in der Gemarkung Mörlenbach der Gemeinde Mörlenbach im südhessischen Landkreis Bergstraße.
Geographische Lage
Klein-Breitenbach liegt im Nordwesten der Kerngemeinde im Vorderen Odenwald und ist von der nahen Bergstraße nur durch den Gebirgszug der Juhöhe getrennt. Die Ansiedlung folgt auf rund eineinhalb Kilometer Länge in etwa der östlichen Talseite des in Nord-Süd-Richtung fließenden Bachs, der über den unteren Ederbach, der aus dem Bonsweiherer Tal kommt, der Weschnitz von Westen zufließt. Die Ortslage konzentriert sich auf die Klein-Breitenbach genannte Ortsstraße und einige kurze Parallelstraßen mit etwa 180 bebauten Grundstücken. Am südlichen Ortsende schließen sich die ersten Häuser der Kerngemeinde Mörlenbach und ein Gewerbegebiet an.
Der im Ortsnamen erwähnte Dorfbach entspringt nördlich von Klein-Breitenbach am Fuß der bewaldeten Taschengrube (297 m) und speist den Waldsee, bevor er durch die Wiesen der Ansiedlung zufließt. Im Tal unterhalb des Sees und am westlichen Fuß des Steinböhl (ca. 261 m) liegen auch eine Quellkammer und ein Wasserbehälter für die Trinkwasserversorgung von Mörlenbach.[1]
Geologie
Das Gebiet um Klein-Breitenbach zählt im Kristallinen Odenwald zu dessen größter geologischer Einheit, dem →Weschnitzpluton in der Weschnitzsenke. Hier entstand im Unterkarbon vor etwa 333 bis 329 Mio. Jahren mit der variszischen Gebirgsbildung Granodiorit. Bei den Prozessen der Gebirgsbildung rissen im Gestein zwischen Klein- und Groß-Breitenbach Spalten auf, in welche Baryt-Quarz-Schmelzen eindrangen und langsam auskristallisierten.
Vor etwa 45 Mio. Jahren formte sich das heutige Landschaftsbild. Ursache waren tektonische Bewegungen, die zur Absenkung des Oberrheingrabens und zu einer Zerklüftung und Zerlegung des Odenwaldes in viele Gebirgsblöcke führten.[2] Zudem förderte das warmfeuchte Tertiär-Klima die Verwitterung und die Wasserläufe der Weschnitz-Seitentäler bei Mörlenbach, wie die Breitenbacher Bäche, schnitten sich tief ins Gelände ein und zersägten die Bergmassive. Große Teile der Granodioritmassen zerfielen zu Grus und die Bäche transportierten den Schutt ab. Wegen seines härteren Gesteins blieb der Steinböhl dagegen als Anhöhe erhalten.
Unter diesen klimatischen Bedingungen bildeten sich auch die Granit-Felsgruppen an den Hängen zur Juhöhe und zum Kreiswald: Die oberen Partien der Höhenrücken zerrissen in Blöcke, die anschließend durch Chemische Verwitterung abgerundet wurden und talabwärts rutschten.