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Groß-Breitenbach ist eine Ansiedlung in der Gemarkung Mörlenbach der Gemeinde Mörlenbach im südhessischen Landkreis Bergstraße.
Geographische Lage
Groß-Breitenbach liegt im Norden der Gemarkung Mörlenbach im westlichen Odenwald in der Nähe der Bergstraße. Die Ansiedlung folgt auf etwa eineinhalb Kilometer Länge hauptsächlich dem Tal des Holzgrabens, einem rechten westlichen Zufluss der Weschnitz. Abgesehen von etwa 5 im Ort verstreuten landwirtschaftlichen Gehöften besteht Groß-Breitenbach aus etwa 160 bewohnten Grundstücken, die sich in fast lückenloser Bebauung auf die Groß-Breitenbach genannte Ortsstraße und einige kurze Querstraßen verteilen. Am südöstlichen Ortsende besteht Anschluss an die ersten Häuser der Kerngemeinde Mörlenbach und jenseits der Weschnitzbrücke an ein Gewerbegebiet. Nordwestlich von Groß-Breitenbach liegt die bewaldete Anhöhe Taschengrube (297 m) und 1 Kilometer südlich davon, mit einem kleinen Wäldchen bedeckt, der Steinböhl (ca. 261 m).
Geologie
Das Gebiet um Groß-Breitenbach zählt im Kristallinen Odenwald zu dessen größter geologischer Einheit, dem →Weschnitzpluton in der Weschnitzsenke. Hier entstand im Unterkarbon vor etwa 333 bis 329 Mio. Jahren mit der variszischen Gebirgsbildung Granodiorit. Bei den Prozessen der Gebirgsbildung rissen in den Gesteinsmassen westlich des Dorfes Spalten auf, in welche Bary-Quarz-Schmelzen eindrangen und dort auskristallisierten.
Vor etwa 45 Mio. Jahren formte sich das heutige Landschaftsbild. Ursache waren tektonische Bewegungen, die zur Absenkung des Oberrheingrabens und zu einer Zerklüftung und Zerlegung des Odenwaldes in viele Gebirgsblöcke führten.[2] Zudem förderte das warmfeuchte Tertiär-Klima die Verwitterung und die Wasserläufe der Weschnitz-Seitentäler bei Mörlenbach, wie die Breitenbacher Bäche, schnitten sich tief ins Gelände ein und zersägten die Bergmassive. Große Teile der Granodioritmassen zerfielen zu Grus, Regengüsse spülten ihn ins Tal und die Bäche transportierten den Schutt ab. Wegen seines härteren Gesteins blieb der Steinböhl dagegen als Bergrücken zwischen dem Groß- und dem Klein-Breitenbacher Tal erhalten.
Unter diesen klimatischen Bedingungen bildeten sich auch die Granodiorit-Felsgruppen an den Hängen zur Juhöhe und zum Kreiswald: Die oberen Partien der Höhenrücken zerrissen in Blöcke, die anschließend durch Chemische Verwitterung abgerundet wurden und Ende der Eiszeit hangabwärts rutschten.