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Niedernberg ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Miltenberg.
Niedernberg, als die nördlichste Gemeinde des Landkreises Miltenberg, liegt am linken Mainufer 10 km südlich von Aschaffenburg. Die Gemeindegemarkung ist überwiegend eben, ausgenommen der Niedernberger Wald, in dem sich ganz im Südwesten auf 258 m ü. NHN der topographisch höchste Punkt der Gemeinde befindet. Ihr niedrigster Punkt liegt auf dem Main unterhalb der Staustufe Obernau bei 108,5 m ü. NHN.
Die Gemeinde hat nur einen Gemeindeteil, das Pfarrdorf Niedernberg.[3][4]
Im Ortskern stehen viele alte, zum Teil liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, die katholische Kirche St. Cyriakus, das Rathaus, eine Bank, die Hauptschule und der Kindergarten St. Cyriakus. Die Ortsbefestigung aus dem 15. Jahrhundert wurde im Jahr 2004 saniert.
Im nördlichen Neubaugebiet befinden sich der neue Friedhof, der Bauhof und die Kläranlage, im Gebiet Tafel das Gewerbegebiet Tafel, das Neubaugebiet Tafeläcker mit vier Bauabschnitten, der Wasserturm, die Grundschule, der zweite Kindergarten „Sonnenschein“, ein Seniorenstift und das Vereinshaus des Niedernberger Musikcorps („Musicum“).
Das Seengebiet erstreckt sich südlich der nach dem ehemaligen Bürgermeister benannten Mehrzweckhalle (Hans-Herrmann-Halle). Dort befinden sich das Seehotel, der 2005 eröffnete Badestrand HonischBeach und ein Baugebiet für Ferienwohnungen. Das Gebiet enthält drei Seen, den Silbersee, den ehemaligen Surfsee und den Anglersee. Mit den Stadtteilen Leider und Nilkheim der Stadt Aschaffenburg, dem Stadtteil Dorndiel der Stadt Groß-Umstadt, der Stadt Obernburg und den Gemeinden Großwallstadt und Mömlingen, den Gemeindeteilen Radheim und Mosbach der Gemeinde Schaafheim, dem Markt Großostheim und dem Markt Stockstadt bildet die Gemeinde Niedernberg die historische Region Bachgau. Das nördliche und westliche Gemeindegebiet liegt großenteils im Wasserschutzgebiet um das Aschaffenburger Wasserwerk. Ein kleiner Teil liegt als ehemaliger Ländeplatz der Niedernberger Fähre auf dem rechten Mainufer gegenüber dem Ortskern. Damit wird das Niedernberger Gemeindegebiet an seinem Rand vom Main durchflossen. Etwa die Hälfte des Gemeindegebietes liegt westlich der Bundesstraße 469.
Das Gemeindegebiet gehört sowohl zur Kernlandschaft der Untermainebene als auch zur steil abfallenden Gebirgsrandzone des Odenwaldes. Daher weist das Gemarkungsgebiet große Höhenunterschiede auf. Dem entspricht der Bodenaufbau, welcher in der ganzen ebenen Fläche überwiegend aus Sanden und lehmigen Schichten aufgebaut ist. Im Westen finden sich auch Lehmauflagen, welche aber kurz darauf schon in Buntsandstein übergehen.
Insbesondere ab Mitte des 20. Jahrhunderts wurde ein großflächiger Kiesabbau betrieben.
Niedernberg hat seit jeher besonders auch mit winterlichen Hochwassern zu kämpfen, bei denen die tieferliegenden Anwesen am Main in Mitleidenschaft gezogen werden. Da am ehemals unregulierten und nicht ausgebauten Main bei Winterhochwasser Treibeis und Eisgang sehr gefährlich werden konnten, wurde 1559 am Südostende der Ortsbefestigung ein Eisbrecher erbaut, um größere Eisschollen zu zerteilen. Das abgerundete Bauwerk, dem vermutlich flussaufwärts ein hölzerner Eisbock vorgelagert war, soll aber nicht die erhoffte Wirkung gezeigt haben.
Ein verheerendes Hochwasser erreichte das Dorf während der Schneeschmelze im Februar 1784, als das Wasser über 4 Schuh hoch in der Kirche stand. Die Wassermassen rissen Schiffe, Hütten und Ställe zum Teil mitsamt angebundenen Tieren fort (vgl. Hochwasser 1784). Mit einer Jahresmitteltemperatur von über 9 Grad Celsius gehört Niedernberg zu einer der wärmsten Gegenden Deutschlands. Begünstigt wird dies durch die schützenden bewaldeten Gebirgszüge des Spessarts und des Odenwalds.