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Bonsweiher ist ein Ortsteil der Gemeinde Mörlenbach im südhessischen Landkreis Bergstraße.
Geographische Lage
Bonsweiher liegt im Vorderen Odenwald im Naturpark Bergstraße-Odenwald. Es befindet sich wenige Kilometer östlich der Bergstraße am Mittellauf des Ederbachs, eines rechten nordwestlichen Zuflusses der Weschnitz bei Mörlenbach-Mitte. Das Dorf liegt nordwestlich von Mörlenbach und seine Ortslage im Süden der Gemarkung Bonsweiher. Es ist eingerahmt von den bewaldeten Höhen des Großen Köpfchens (376,2 m; Westnordwesten), der höchsten Erhebung der Gemarkung, und der Taschengrube (297,3 m; Nordosten). Wenige Kilometer nordwestlich befindet sich der Gebirgspass Juhöhe (Landesstraße 3120) mit der nahen Siedlung Juhöhe und deren Ortslage Hasselhaag; dort gibt es eine kurze gemeinsame Grenze mit Laudenbach in Baden-Württemberg.
Geologie
Das Gebiet um Bonsweiher zählt geologisch zum Bergsträßer Odenwald, welcher sich als westlicher Teil des Kristallinen Odenwalds von Darmstadt bis Heidelberg erstreckt und im Dreieck Heppenheim-Weinheim-Reichelsheim im Wesentlichen aus dem →Weschnitzpluton besteht. Dieser Granodiorit entstand im Unterkarbon vor etwa 333 bis 329 Mio. Jahren mit der variszischen Gebirgsbildung.[2] Solche Formationen sind noch im alten Steinbruch südlich des Zigeunerkopfes (359 m) erschlossen. Bei den tektonischen Prozessen der Gebirgsbildung rissen immer wieder in den Gesteinsmassen Spalten auf, in welche Schmelzen eindrangen und dort auskristallisierten. Ältere Granodioritbestände wurden so durch jüngere aplitartige Granite durchtrümmert (s. Flur Hofäcker). Viele Millionen Jahre später, das variszische Gebirge war inzwischen bis zu seinem Rumpf abgetragen worden, entstanden im Tertiär Granit-Felsgruppen: Das warmfeuchte Klima förderte die Verwitterung und die Bäche der Weschnitz-Seitentäler bei Mörlenbach, wie der Ederbach, schnitten sich tief ins Gelände ein und zersägten die Bergmassive. Deren obere Partien auf dem Höhenrücken der Juhöhe zerrissen in Blöcke, die anschließend durch Chemische Verwitterung abgerundet wurden (Wollsackverwitterung). Regengüsse spülten den Grus ins Tal, wo ihn die Bäche abtransportierten (Weiteres unter Geologie des Mörlenbacher Raums).